Ada Stefanie Namani * Devinderjit
Positive Vibration

Klimaschutz

Wie gut wir mit unserem Planeten umgehen entscheidet über die Zukunft des Lebens hier. Der Lebensstil, den viele von uns normal finden, ist toxisch für den Planeten und führt zu einem enormen Ressourcenverbrauch mit fatalen Folgen. Unsere Wirtschaft muss komplett umdenken: Bisher basiert sie unzeitgemäß auf einer Wachstumslogik und darauf, die Ressource Umwelt als unendlich vorauszusetzen. Unsere Politik ist offenbar von Lobby und dem Digital-Finanzellen Komplex abhängig, anstatt Werte der Nachhaltigkeit als Maßstab zu setzen.

Was kann jede*r tun?

Bis sich Politik und Wirtschaft ändern, und all die schrecklichen Missstände auf der Welt, was gilt es im kleinen zu tun? Ich persönlich finde es schrecklich, zu behaupten, die Klimaaktivisten wüssten auch nicht, wie es anders gehen soll. Denn eigentlich weiß jede*r, was zu einem Lebensstil gehört, der nicht mehr Ressourcen verbraucht, als vorhanden sind. Gut wirksame große Lösungsentwürfe existieren durchaus; sie sind eben in mancher Hinsicht unbequem.

Schön ist aber doch: Schon jetzt, aus der Fülle, darf jede*r sich hinterfragen und das eigene Verhalten Schritt für Schritt mit wachsendem Bewusstsein ändern, kann damit kleine Verbesserungen und Hoffnung gewinnen. Ein natürlicher Lebensstil führt zu viel mehr Glück, Verbundenheit, Gesundheit und Zufriedenheit. Wie dies geht, ist einfach und klar; zum Beispiel:

Das nützt

Es nützt, unverpackt einzukaufen; den Verbrauch tierischer und stark verarbeiteter Nahrungsmittel einzuschränken; nur dann Auto zu fahren, wenn wir große Gegenstände oder viele Personen befördern. Wenn wir bloß noch mit einem Impfpass fliegen dürften ... vielleicht lassen wir es dann zugunsten unserer eigenen Gesundheit und der des Planeten ganz? Es nützt sogar, alte E-Mails zu löschen, welche auf großen Servern gelagert werden, denn das Internet verbraucht riesige Mengen an konventionellem Strom. Es nützt, den Jugendlichen den Rücken zu stärken, die sich eine lebenswerte Zukunft wünschen; den Kindern zuzuhören.

Es nützt sehr, unsere Macht als Teil des Wirtschaftssystems zu nutzen. Geizig dürfen wir sein, wenn es darum geht, vorhandene Dinge so lange zu nutzen, wie sie funktionieren, und großzügig beim Bezug von Öko-Strom, beim Genuss regionaler saisonaler Lebensmittel, beim fairen Entlohnen derer, die uns damit versorgen. Das geht nicht, indem ich mit dem Auto zum Discounter fahre. Auch nicht, indem wir bei den mächtigen Finanz-Giganten bestellen und konsumieren. Die Logik ausbeutender Konzerne setzt darauf, dass wir möglichst viel, allen Reizen des Neuen und günstigem folgend nach dem Weg des geringsten Widerstandes konsumieren -- lasst uns damit aufhören.  Es nützt sehr, zu prüfen, welche Konsequenzen es für das Klima und die Demokratie hat, womit wir unser Geld verdienen.

Sehr schaden würde es meines Erachtens, über die Klima-Anliegen diejenigen der Demokratie, des Miteinander-Redens außer Acht zu lassen. Der neue Weg wird ein Dezentraler, Eigenverantwortlicher sein. Wir sollten sehr wachsam sein, wenn die Stimmung kippt und Medien beginnen, nach einer stark regulierenden Politik zu rufen. Die selben Kräfte, welche uns immer dichter an den Abgrund gesteuert haben, werden uns nicht bewahren: Sie handeln aus den falschen Motiven. Wir brauchen meines Erachtens basisdemokratische Wege, welche von den Graswurzeln aus handeln ... so wie die Natur selbst nicht von oben, sondern geerdet regeneriert.

Wenn sich eine Veränderung anbahnen will, hält sie nach Menschen Ausschau, die für sie handeln. Joanna Macy

Das versuche ich

Zum Ausgleich meiner Kurse und des privaten ökologischen Fußabdruckes meiner Familie leiste ich seit vielen Jahren umfangreich Spenden in Klimaschutzprojekte. Kurse biete ich möglichst lokal an bzw. im Einzugsbereich meiner Teilnehmenden. Es stimmt, um meinen großen Gong zu transportieren brauche ich leider ein Auto; privat benutze ich es für meinen Alltag möglichst wenig. Selbstverständlich ist mir auch, seit über 20 Jahren Öko-Strom zu nutzen. Ich habe schon mit 13 im Bioladen gestanden, mit Körnern gespielt und daraus dann schwer kaubares Brot gebacken. Meine Projektion ist es, dass meine Arbeit mit Yoga und Gong es Menschen erleichtert, ihrem klaren Blick und ihrer inneren Wahrhaftigkeit gemäß zu handeln.

Es war für mich eine Umstellung, meist unverpackt einzukaufen. Ich glaube, es nützt auch, dass ich all dies mehr und mehr zeige, darüber schreibe und rede.

Mehr lesen?

Ein Artikel von mir bittet Yogapraktizierende, nicht mit Fernflügen, sondern im Inneren nach Erleuchtung zu suchen. Ich hinterfrage darin auch, warum unsere Verhaltensänderungen unseren Erkenntnissen so weit hinterher hinken. Darunter ein Artikel über Gewaltfreien Widerstand, auch Klima-Aktivismus, für Yogis. Beide stehen als Download hier unter dem Foto bereit.

Ein heiliger Ort auf dem Gelände des Europäischen Kundalini Yoga Festivals.Diese Eiche war schon im Mittelalter da. Sie bietet unzähligen Tieren und Pflanzen Heimat; Die Heiligkeit des Ortes ist unmittelbar zu spüren. Danke, liebe Sat Deva Kaur, dass Du sie mir gezeigt hast!

ArtikelGewaltfreierWiderstand.pdf

 

 

 
Karte
Anrufen